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Cambridge-Diät

| · 6 Min. Lesezeit

Umstritten und kurzfristig effektiv: die Cambridge-Diät. Die Cambridge-Diät verspricht, dich innerhalb von 3 Tagen sichtbar schlanker zu machen, indem du eine strenge Diät befolgst. Um das zu erreichen, besteht die Diät aus nur 500 kcal oder 800 kcal pro Tag. Ein durchschnittlicher Mensch benötigt zwischen 2.000 und 2.500 kcal pro Tag. Kein Wunder, dass du schnell abnehmen wirst, oder? Ob das gesund und haltbar ist, stellen wir kritisch zur Diskussion. 

Inhaltsverzeichnis

Was ist die Cambridge-Diät?

Im Gegensatz zur Atkins-Diät und zur South-Beach-Diät ist die Cambridge-Diät eine kalorienarme Diät. Die anderen 2 konzentrieren sich hauptsächlich darauf, bestimmte Makronährstoffe zu streichen, nämlich Kohlenhydrate, wodurch es sich um Low Carb beziehungsweise kohlenhydratarme Diäten handelt. Das ist die Cambridge-Diät in groben Zügen weniger, weil der primäre Fokus dieser Diät darauf liegt, deine Kalorienaufnahme zu senken. Die Reduzierung der Kohlenhydrataufnahme ist allerdings ebenfalls Teil dieser Diät. Die Cambridge-Diät wurde 1970 von Dr. Alan Howard an der Universität Cambridge entwickelt. Das erklärt auch den Namen der Diät. Dr. Alan Howard war Ernährungswissenschaftler in Großbritannien an dieser Universität in Cambridge. Dadurch ändert sich die Art der Diät jedoch nicht, denn es ist nichts Wissenschaftliches daran, dass du mit 500 kcal pro Tag abnehmen wirst. Die Cambridge-Diät ist in unseren Augen daher ein Crash-Diät.

Funktionsweise der Cambridge-Diät

Wenn du beschließt, mit der Cambridge-Diät zu beginnen, ersetzt du alle deine täglichen Mahlzeiten durch Cambridge-Suppen, Riegel und Shakes. Das sind die Mahlzeiten, die du täglich essen darfst, und zwar in 3 Mahlzeiten. Jede dieser Mahlzeiten enthält etwa 150 kcal, sodass du täglich auf nicht mehr als 450 bis 500 kcal kommst. Wie wir in der Einleitung bereits sagten, braucht ein durchschnittlicher Mensch täglich je nach Gewicht, Körperbau und Aktivitätsniveau 2.000 bis 2.500 kcal. Wenn du die Cambridge-Diät befolgst, erzeugst du also ein extrem großes Kaloriendefizit.

Weil die Diät so extrem wenig Kalorien liefert, solltest du sie auch über einen Cambridge-Berater begleiten lassen. Der Berater informiert dich und begleitet dich im Prozess. Außerdem berät er dich, welche Mahlzeitenersatzprodukte du am besten nehmen kannst.
Diese Mahlzeitenersatzprodukte enthalten viele Eiweiße sowie Vitamine, Mineralstoffe und weitere Mikronährstoffe. Das erspart dir das Wiegen und Zählen deiner Kalorien und natürlich Zeit in der Küche. Bei den Kosten liegst du ungefähr bei 50 bis 100 Euro pro Woche für diese Mahlzeiten. Das liegt daran, dass die Cambridge-Diät aus 2 möglichen Programmen besteht: 500 kcal pro Tag oder 800 kcal pro Tag.

Phasen der Cambridge-Diät

Wie viele andere Diäten besteht auch Cambridge aus verschiedenen Phasen. Es gibt die Vorbereitungsphase, die Abnehmphase, die Aufbauphase und die Gleichgewichtsphase. Diese behandeln wir im Folgenden Schritt für Schritt.

Vorbereitungsphase

Da du auf eine Crash-Diät hinarbeitest, ist es nicht klug, das cold turkey zu machen. In der Vorbereitungsphase wirst du dabei begleitet, weniger zu essen, und wahrscheinlich wirst du in dieser Phase bereits abnehmen. Das muss nicht unbedingt Fettmasse sein, sei dir dessen bewusst.

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Abnehmphase

Die Abnehmphase der Cambridge-Diät ist die Phase, in der du mit den Mahlzeitenersatzprodukten arbeitest. Du isst nicht mehr als 3 Mahlzeiten pro Tag, die aus Riegeln, Shakes und Suppen bestehen. Das ist deshalb auch die schwerste Phase der Diät. Dein Körper kann stark auf den Kalorienmangel reagieren und du kannst dich schlapp, schwindelig und übel fühlen. Weil du die Mahlzeitenersatzprodukte isst, die wenig Kohlenhydrate enthalten, kommt dein Körper in Ketose. In dieser Phase reagiert der Körper auf die niedrige Kohlenhydrataufnahme und sucht anderswo nach Energie. Diese holt dein Körper aus den Fettreserven.

Aufbauphase

Nachdem du ungefähr drei Wochen Mahlzeitenersatz gegessen hast, darfst du auch wieder normal essen. Das geschieht in der Aufbauphase. Nach drei Wochen darfst du eine Woche mit normaler Ernährung einfügen. Das bedeutet, dass du die 3 Mahlzeitenersatzprodukte pro Tag isst und ein leichtes Abendessen hinzufügst.

Gleichgewichtsphase

Weil du den Gewichtsverlust nicht dauerhaft weiterlaufen lassen möchtest, ist die letzte Phase von Cambridge die Gleichgewichtsphase. Du behältst die Mahlzeitenersatzprodukte bei und ergänzt sie um gesunde Essgewohnheiten.

Vorteile der Cambridge-Diät

Abgesehen von den Folgen für die Gesundheit hat die Cambridge-Diät einige Vorteile. Diese Vorteile sind in unseren Augen allerdings gleichzeitig Nachteile. Gut, du verlierst unglaublich schnell Gewicht. Es sind Ergebnisse bekannt, bei denen Menschen mit dieser Diät 10 Kilo pro Monat abnehmen. Ob das gesund ist, lassen wir hier kurz außen vor. Schließlich kommen wir gleich noch zu den Nachteilen. Außerdem ist es eine relativ einfache Diät. Du bekommst deine 3 Mahlzeitenersatzprodukte pro Tag und hast damit alles, was du brauchst. Das bedeutet auch, dass du Zeit in der Küche sparen kannst, weil du deine fertigen Mahlzeiten schon hast. Zeit übrig zum Sport, könnte man denken.

Nachteile der Cambridge-Diät

Die Diät hat also einige Vorteile. Leider haben diese Vorteile aber eine Kehrseite. Denn das Gewicht, das du verlierst, ist nicht dauerhaft. Wenn du dieses Gewicht für den Rest deines Lebens halten möchtest, müsstest du für den Rest deines Lebens Mahlzeitenersatz essen. Dabei ist anzumerken, dass der Gewichtsverlust am Anfang sehr schnell gehen kann, dein Körper aber vor allem Wasser verliert, weil das Glykogen, also die Energiereserven in den Muskeln, abnimmt. Die Diät gibt dir Zeit, Sport zu machen, weil du nicht mehr jeden Abend in der Küche stehen musst. Aber mit nur 500 kcal pro Tag wirst du wenig Energie übrig haben, um Sport treiben zu können. Außerdem kann Sport während Cambridge zu unerwünschten Situationen wie Schlappheit und sogar Ohnmacht führen. Die Energiedefizite gehen außerdem auf Kosten deiner Muskeln. Dein Körper baut Muskelmasse ab, um an Energie zu kommen, sodass du in Sachen Kraft deutlich nachlassen kannst. Und wenn du aufhörst, wartet der Jojo-Effekt auf dich.

Fazit

Die Popularität der Cambridge-Diät ist darauf zurückzuführen, dass sie kurzfristig effektiv sein kann für Menschen, die immer Schwierigkeiten mit dem Abnehmen hatten. Kein Wunder, wenn man sich ansieht, wie wenige Kalorien du täglich zu dir nehmen darfst. Aus unserer Sicht ist dies keine gesunde und haltbare Methode zum Abnehmen. Die Kaloriendefizite gehen auf Kosten deiner Muskelmasse, du hast keine Energie für Sport und bist auf tägliche Mahlzeitenersatzprodukte angewiesen.

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