Forschung: Laufen stärkt die neuronalen Verbindungen im Gehirn
Jüngsten Forschungsergebnissen zufolge verbessert das Laufen die Verbindungen zwischen verschiedenen Bereichen des Gehirns. Nicht nur positiv für bestimmte kognitive Funktionen, sondern möglicherweise auch eine Waffe im Kampf gegen Demenz.
Neuronale Verbindungen
Die einfachste und am häufigsten verwendete Erklärung, wie neuronale Verbindungen funktionieren, lautet wie folgt:
Stellen Sie sich die Verbindungen zwischen verschiedenen Bereichen des Gehirns als Pfade in einem Wald vor. Die Ausführung verschiedener geistiger Aufgaben kann man sich als das Gehen auf verschiedenen Wegen durch einen Wald vorstellen. Wege, die Sie häufig nutzen, sind leicht zugänglich. Wege, die man selten oder nie benutzt, verwachsen. Diese Aufgaben sind daher schwieriger zu bewältigen. Schließlich muss man mit einer Machete den Weg freimachen, bevor es weitergehen kann.
Es hat sich bereits gezeigt, dass sich bestimmte Aufgaben positiv auf diese Verbindungen auswirken. Besonders komplexere Aufgaben, die eine gute Hand-Auge-Koordination erfordern, wie zum Beispiel das Spielen eines Musikinstruments. Forscher der University of Arizona untersuchten nun, welche Wirkung Laufen auf das Gehirn hat [1].
Kognitive Funktionen
Mithilfe von Gehirnscans stellten sie eine Verbesserung der Verbindungen zwischen verschiedenen Gehirnregionen fest. Regionen wie der frontale Kortex, der für Aufgaben wie Entscheidungsfindung, Planung und Multitasking wichtig ist.
Ob diese verbesserten Verbindungen tatsächlich zu verbesserten kognitiven Funktionen führen, bleibt in der weiteren Forschung abzuwarten.
Laufen stärkt neuronale Verbindungen
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Anlass für die Untersuchung waren die Ergebnisse anderer Studien zu den Auswirkungen von Training auf das Gehirn. Studien wurden jedoch hauptsächlich mit älteren Menschen durchgeführt. Dies geschah häufig im Zusammenhang mit der Demenzforschung. Die Forscher der University of Arizona interessierten sich nun für die Auswirkungen auf das Gehirn junger Menschen. Unter dem Deckmantel „Jung gelernt, alt gemacht“ wollen die Forscher herausfinden, welchen Nutzen körperliche Aktivität in jüngeren Jahren hat.
Dazu verglichen sie die MRT-Scans von Cross-Country-Läufern (Männer im Alter von 18-25 Jahren) mit den Scans einer Gruppe junger Männer, die mindestens ein Jahr lang keinen Sport gemacht hatten. Die MRT-Scans maßen die Stärke funktioneller Verbindungen im Ruhezustand. Als die Läufer wach, aber körperlich nicht aktiv waren. Bei den Läufern schienen die Verbindungen stärker/aktiver zu sein.
Ihre Forschung zeigt, dass diese „geistig einfache Aktivität“ des Laufens einen ähnlichen Effekt auf diese Verbindungen haben kann wie komplexere Aufgaben, die mehr Hand-Auge-Koordination erfordern. Offenbar erfordern sich wiederholende körperliche Aktivitäten wie Laufen mehr Planung und Entscheidungsfindung, als man erwarten würde. Nach Angaben der Forscher.
Laufen als „Demenzprävention“?
Insbesondere scheinen sich die in der Studie verbesserten neuronalen Verbindungen oft mit zunehmendem Alter zu verändern. Besonders im Fall von Alzheimer zum Beispiel. Um auf die Gleichung zurückzukommen: Das ist, als hätte jemand Pokon über all diese Wege im Wald geworfen.
Die Forscher fragen sich daher, ob die Auswirkungen dieser Art von Aktivität in Ihrem früheren Leben lange genug anhalten, um Ihnen später zugute zu kommen. Ist es so, als würde man einen Waldweg pflastern? Oder profitieren Sie nicht lange genug von der Wirkung, um beispielsweise das Alzheimer-Risiko zu senken?
Referenzen
- David A. Raichlen, Pradyumna K. Bharadwaj, Megan C. Fitzhugh, Kari A. Haws, Gabrielle-Ann Torre, Theodore P. Trouard, Gene E. Alexander. Unterschiede in der funktionellen Konnektivität im Ruhezustand zwischen jungen erwachsenen Ausdauersportlern und gesunden Kontrollpersonen. Grenzen der menschlichen Neurowissenschaften, 2016; 10 DOI: 10.3389/fnhum.2016.00610
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