Ein eigenes Home-Gym. Welcher Kraftsportler träumt nicht davon? Ein eigenes Fitnessstudio einzurichten ist ein Thema, für das es heute immer mehr Interesse und Aufmerksamkeit gibt. Dabei finden sich immer mehr und immer unterschiedlichere Zielgruppen. Zum Beispiel Menschen, die mehr arbeiten müssen und dadurch weniger Zeit fürs Training haben. Die Hin- und Rückfahrt ins Fitnessstudio kostet zu viel Zeit und Geld. Oder Menschen, die Nachtschichten arbeiten. Tagsüber schlafen und nachts arbeiten. Für sie kann es schwierig sein, Zeit fürs Training zu finden.
Inhaltsverzeichnis
- Vorteile eines eigenen Home-Gyms
- Nachteile eines eigenen Home-Gyms
- Mit deinem eigenen Home-Gym starten
- Worauf du außerdem achten solltest
- Wo kaufe ich die Ausstattung für mein eigenes Home-Gym?
Und dann gibt es natürlich auch Kraftsportler oder Freizeitsportler, die lieber ihr eigener Chef sind und es angenehmer finden, in ihrer eigenen freien Umgebung ungestört trainieren zu können. Nicht alle Fitnessstudios sind rund um die Uhr geöffnet. Für viele Menschen ist das also schnell ein Problem. Ein Home-Gym ist dann eine gute Option. Für alle, die schon einmal darüber nachgedacht haben, findest du hier die Plus- und Minuspunkte im Überblick.
Beginnen wir mit den Vorteilen.
Vorteile eines eigenen Home-Gyms
- Hast du es auch satt, dass überall, wo du hinkommst, mit dummen Regeln genervt wird, was du nun darfst und was nicht? In deinem eigenen Gym bist du der Chef. Wenn du Lust hast, mit Hantelscheiben, Barbells, Dumbbells und so weiter ordentlich zu arbeiten und sie mal kräftig abzulegen, dann machst du das einfach. Es gibt niemanden, den es stört. Abgesehen vielleicht von den Nachbarn. Du bist nicht verpflichtet, so vorsichtig wie möglich mit den Sachen umzugehen, schließlich gehören sie ja dir.
- Ärgerst du dich auch über die sogenannten „Beachboys“, die im Squatrack curlen, oder über die Plauderrunde an der Bankdrückbank, während du ernsthaft trainieren willst? Oder über die Hausfrauen, die endlos viele Wiederholungen am Lat Pulldown machen, während sie mit anderen quatschen und das Gerät unnötig blockieren? In deinem Gym bist du der einzige Kunde, eventuell mit einem Trainingspartner, und musst nie auf jemanden warten. Du kannst jederzeit squatten, Bankdrücken machen oder trainieren, was immer du willst.
- Etwas, das vielen Menschen offenbar doch wichtig ist: die Musikauswahl. Die liegt hier ganz bei dir. Ob Oper, Death Metal, Popmusik oder knallharter Hardcore, das spielt überhaupt keine Rolle. Du entscheidest. Du musst dich auch nicht mit Ohrstöpseln abmühen, um deinen eigenen Musikgeschmack hören zu können, denn du kannst einfach einen Musikplayer anschließen und Lautsprecher aufhängen oder aufstellen.
- Einer der wichtigsten Pluspunkte: Wann immer du trainieren willst, für dich ist das Fitnessstudio immer geöffnet. Ob es einfach schönes Wetter ist, gewittert, friert oder Feiertage wie Weihnachten sind, wenn du trainieren willst, dann kannst du das. Öffnungs- und Schließzeiten gibt es nicht mehr.
- Hygiene ist in einem Fitnessstudio, in dem viele Menschen trainieren, frisch, praktisch und eigentlich nur logisch. Aber in einem Gym, in dem nur du trainierst, fallen viele dieser Regeln automatisch weg. Es gibt nämlich niemanden mehr, der sich an deinem Schweiß stören kann. Und wenn du es angenehmer findest, zum Beispiel in Unterwäsche zu trainieren, gibt es keinen Grund, warum das nicht gehen sollte. Oder willst du lieber dick eingepackt trainieren, auch das geht. Du bist nicht an Kleidungsvorschriften, verpflichtende Handtücher, Duschen oder Nicht-Duschen und andere Regeln gebunden.
- Es gibt natürlich immer Menschen, die glauben, alles besser zu wissen. Oder zumindest besser als du. Oder Menschen, die Geräte unnötig besetzt halten, siehe Punkt 2. Oder vielleicht gerade Menschen, die ein Gespräch mit dir anfangen wollen, während du nur hart trainieren und zwischendurch nicht reden willst. In deinem Gym musst du dich über diese Menschen nicht mehr ärgern. Falls du das überhaupt tust, denn nicht jeder sieht das als großes Problem.
Nachteile eines eigenen Home-Gyms
- Du hast keinen Spotter. Gerade wenn du ernsthaftere Gewichte bewegst, besonders beim Bankdrücken, ist ein guter Spotter sehr praktisch. Zum Glück gibt es dafür auch Alternativen. Wenn du zum Beispiel noch zu Hause wohnst oder einen Trainingspartner hast, kannst du ihn eventuell als Spotter einsetzen. Auch wenn du allein wohnst, gibt es Lösungen wie Sicherheitsablagen.
- Manche Menschen finden es großartig, wenn sie das ganze Gym für sich allein haben. Aber nicht jeder empfindet das als angenehm. Manche trainieren lieber mit einem Partner, weil sie das stärker motiviert. Oder sie suchen Kontakt zu Menschen, die denselben Sport betreiben, und dann ist das Fitnessstudio natürlich ein geeigneter Ort.
- Am Anfang kostet es dich eine Menge Geld. Für das Fitnessstudio zahlst du einen monatlichen Betrag, jetzt musst du aber viele Dinge auf einmal kaufen. Aber keine Sorge, langfristig kommst du günstiger weg.
- Wenn du unerfahren bist, Anfänger bist, wenig Wissen und Fachkenntnis hast und noch nicht genau weißt, was du tust, dann ist ein Home-Gym nichts für dich. Das ist nicht arrogant gemeint und soll dich auch nicht entmutigen, aber es ist einfach eine Tatsache. Allen, die anfangen, rate ich ohnehin, zuerst Erfahrung in einem Fitnessstudio zu sammeln. Dort gibt es Menschen, die dich begleiten können, dir die Techniken beibringen, Grundwissen zum Training vermitteln und Sportler, die viel Erfahrung haben und wissen, wovon sie sprechen. Von solchen Menschen kannst du viel lernen. Du solltest also schon einiges wissen, bevor du in deinem selbst eingerichteten Gym vernünftig und mit Ergebnis trainieren kannst. Wenn deine Technik nämlich nicht stimmt und du dich damit auf Dauer kaputtmachst, ist niemand da, der dich darauf hinweist. Grundsätzlich empfehle ich, egal ob Anfänger oder Fortgeschrittener, immer weiter zu prüfen, ob deine Technik stimmt. Darauf komme ich später noch zurück.
Okay, die Vor- und Nachteile sind mir inzwischen klar. Ich habe beschlossen, dass ich damit doch einmal starten möchte. Aber wo soll ich anfangen?
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Tja, ein Home-Gym ist nicht immer so einfach, wie es aussieht. Wenn du es richtig machen willst, musst du viel Geld und Zeit investieren. Es sei denn, du hast keine Eile, dann kannst du alles ganz entspannt angehen. Hier einige Punkte, an die du denken solltest:
- Sorge für einen guten Raum. Häufig genutzte und geeignete Optionen sind eine große Garage oder ein Schuppen hinter oder vor dem Haus. Natürlich mit stabilen Wänden und einem starken und, wenn möglich, dämpfenden Boden. Ich selbst würde zum Beispiel kein Gym auf dem Dachboden eines 300 Jahre alten Hauses mit Holzböden und Rissen in den Tragbalken einrichten. Nutze also deinen Verstand und beurteile, ob es wirklich sinnvoll ist.
- Erstelle vorher eine Art Plan, bei dem du eine Vorstellung davon hast, wie du dein Gym einrichten wirst. Miss deinen Raum aus, Länge, Breite und so weiter, damit du nicht erst hinterher feststellst, dass bestimmte Dinge nicht passen. Ein professioneller Lat Pulldown ist zwar schön, aber wenn das Ding 2,20 Meter hoch ist und dein Schuppen gerade einmal 2 Meter schafft, dann wünsche ich dir viel Erfolg beim Hineinquetschen. Schau also vorher, wie viel Platz du hast, was du unterbringen kannst, und berücksichtige bestimmte Produktmaße.
- Sorge dafür, dass du ein Budget hast. Schau also, was du genau anschaffen möchtest und wie viel du maximal ausgeben willst. Natürlich ist das bei jedem anders, nicht jeder hat gleich viel zur Verfügung. Der eine kann seine Sachen bei großen professionellen Importfirmen kaufen, während der andere mit gebrauchter Ausrüstung von Marktplaats auskommen muss.
- Wenn Raum und Budget begrenzt sind, überlege dir gut, was am wichtigsten ist. Damit merkst du zugleich, warum es hilfreich ist, etwas Wissen zu haben. So ist es sinnvoller, ein Powerrack anzuschaffen, mit dem du viele Möglichkeiten hast, als eine Fly-Maschine aufzustellen. Eines solltest du über Maschinen auf jeden Fall wissen: Sie sind als Ergänzung nett, aber ganz sicher nicht die Grundlage für deine Ergebnisse. Nutze also immer Eisen als Basis. Freie große Übungen wie Squats, Deadlifts, Bankdrücken, Rudern und so weiter. Das ist deine Basis. Von dort aus kannst du erweitern und weiter ins Detail gehen.
Mit deinem eigenen Home-Gym starten
- Sorge für einen geeigneten Raum und einen verfügbaren Geldbetrag, also dein Budget. Erstens ist es wichtig, dass du einen harten, dämpfenden Boden hast. Ich würde nicht empfehlen, deine teuer gekauften Hantelscheiben immer wieder auf einen Steinboden zu werfen. Dafür gibt es Gummifliesen. Die findest du bei Unternehmen wie Gamma und Leen Bakker, und man sieht sie auch manchmal bei der Gemeinde. Zum Beispiel auf Spielplätzen mit einer Rutsche, wo sie drumherum liegen. Danach könntest du also auch fragen. Oder wenn du Glück und ein paar Kontakte hast, kannst du sie über jemand anderen für kleines Geld oder sogar kostenlos bekommen.
- Schaffe dir einen Vorrat an Eisen an. Dabei solltest du an eine Barbell denken, also eine lange olympische Stange mit Standardmaßen von 220 cm Länge, 20 kg Gewicht und einem Durchmesser von 50 mm für die Scheibenaufnahme. Die günstigsten Versionen davon sind bereits bis etwa 350 bis 400 kg belastbar, damit kommst du vorerst gut zurecht. Eine solche Stange reicht im Prinzip schon aus, aber eine zweite ist praktisch. Es gibt auch andere Maße, zum Beispiel 1,80, 1,60 oder 1,65 Meter, und außerdem gibt es noch eine EZ-Bar. Ich würde auf jeden Fall eine oder zwei kleinere Stangen plus eine EZ-Bar anschaffen. Dann kannst du die olympische Stange für die großen Übungen verwenden und die kleineren für Isolationsübungen wie Barbell Curls und French Press beziehungsweise Skullcrushers. Eine EZ-Bar kannst du kaufen, um deine Handgelenke zu entlasten. Neben den Barbells brauchst du ihre kleinen Brüder, nämlich Dumbbells. Du kannst natürlich komplette Dumbbell-Racks kaufen, aber das kostet dich ein Vermögen und außerdem brauchst du dafür deutlich mehr Platz. Kaufe also einfach leere Dumbbell-Stangen. Das meistgenutzte und logischste Maß für all diese Stangen ist 50 mm. Wenn du dann Scheiben kaufst, kannst du sie sowohl für die langen Barbells als auch für die kurzen Dumbbells verwenden. Damit kommen wir direkt zum nächsten Punkt: Sorge dafür, dass du genügend Scheiben hast. Von allen Sätzen brauchst du Paare. Also Sätze mit 20, 15, 10, 5, 2,5 und 1,25. Außerdem gibt es Scheiben mit 50, 25, 7,5 und 0,5, aber darum musst du dir nicht wirklich Sorgen machen. Wisse auch, wann du welche Scheiben verwendest. Bei Dumbbells ist es zum Beispiel praktischer, kleinere Größen wie 5 und 10 zu verwenden, während du bei Barbells im Grunde alles auflegen kannst, was du willst. Die meisten Dinge sind für mich selbstverständlich, aber ich kann mir vorstellen, dass das nicht für jeden gleich logisch ist. Vergiss auch nicht die nötigen Verschlüsse für die Stangen.
- Sorge für ein starkes Qualitäts-Powerrack. Diese sind recht teuer, aber dann hast du auch etwas Vernünftiges. Darin kannst du schon viele Grundübungen machen. Sollten sie zu hoch sein, um in deinen Schuppen zu passen, ist ein separates Squatrack und eine separate Bankdrückbank eine Alternative. Oder eine Kombination, die wiederum von einem Powerrack abgeleitet ist.
- Viele Powerracks bieten Möglichkeiten zum Chinnen (Klimmzüge) und Dippen. Wenn das nicht der Fall ist, sorge dafür, dass du separate Dip-Griffe und Klimmzugmöglichkeiten anschaffst, die du zum Beispiel an der Wand befestigen kannst.
Worauf du außerdem achten solltest
- Schaffe dir Plate-Trees an. Das sind eine Art kleine Türme, in denen du deine Scheiben aufbewahren kannst. Statt die Scheiben überall herumliegen zu lassen, kannst du sie dort einfach satzweise zusammen aufhängen und den Überblick behalten.
- Ergänze dein Gym mit Spiegeln und eventuell mit einer schönen Farbe oder Postern. Wenn du ein Gym gebaut hast, das gut aussieht und in dem gutes Material steht, kannst du stolz darauf sein, und das motiviert wieder zum Trainieren. Außerdem die Spiegel, um auf diesen Punkt zurückzukommen: Du kannst sie nutzen, um dich selbst zu betrachten. Nicht ganz unwichtig, denn so kannst du sehen, ob du Fortschritte machst und deine Schwachstellen erkennen. Aber du kannst darin auch prüfen, ob du die Technik beherrschst. Ein großer Spiegel ist also nicht überflüssig. Sie sind allerdings etwas schwieriger zu bekommen und für gute Qualität zahlst du viel Geld. Es ist also kein Muss, aber ich würde darüber nachdenken. Möglichkeiten, solche Spiegel zu bekommen, sind Websites wie Markplaats, Speurders, Pinnwände auf der Website der Provinz, in der du wohnst, Ikea, Maler oder Glaser, Auktionen, Restmaterial von Fabriken, wo du Glasplatten für kleines Geld mitnehmen kannst, und so weiter. Glasplatten sind ebenfalls eine gute Option. Die kannst du einfach mit Spiegelfolie bekleben.
- Cardio wird oft überschätzt und ist manchmal sogar überflüssig. Wenn du trotzdem viel Wert darauf legst, kaufe nicht endlos viele Geräte, sondern bleibe bei einem Standard-Heimtrainer und/oder Crosstrainer.
- Manche Powerracks oder separaten Bänke sind mit der Möglichkeit ausgestattet, sie für Beinübungen wie Leg Extension und Leg Curl zu erweitern. Wenn du diese Möglichkeit hast, empfehle ich dir, sie zu nutzen.
- Schaffe dir eine Kabelstation an. Dabei kannst du an die Form eines Lat Pulldown denken. Damit erweiterst du die Möglichkeiten, deinen Rücken auf andere Weise zu trainieren, und außerdem bist du zum Beispiel beim Trizepstraining weniger eingeschränkt, weil du nun über die Kabelstation verfügst. Wenn du Platz und Geld hast, würde ich sie auf jeden Fall empfehlen. Noch besser ist es, wenn du mit doppelten Umlenkrollen arbeiten kannst. Dann könntest du auch Seated Rows ausführen oder sogar Side Raises, wenn du die Kabelstation richtig anpasst. Diese kannst du sowohl selbst bauen als auch fertig kaufen. Beides hat seine Vor- und Nachteile, aber darauf gehe ich jetzt nicht weiter ein.
- Sorge eventuell für eine zusätzliche freie Bank. Das ist praktisch für Übungen wie Skullcrusher oder French Press für deinen Trizeps.
- Zum Schluss: Sorge für die nötigen weiteren Hilfsmittel. Trainingshandschuhe, eventuell mit Handgelenkstütze, einen Gürtel, Trinkflasche und so weiter. Wenn alles stimmt, hast du jetzt alles, was du brauchst, um trainieren zu können. Erweitern kannst du immer noch, aber es ist nicht unbedingt nötig. Das wird erst wichtig, wenn du wirklich weit fortgeschritten bist.
Wo kaufe ich die Ausstattung für mein eigenes Home-Gym?
Internetshops sind ein sehr guter Startpunkt. Außerdem gibt es Unternehmen, die auf Fitnessgeräte spezialisiert sind und die du kontaktieren kannst. Du kannst danach im Internet suchen, eventuell im Telefonbuch, oder einfach freundlich im Fitnessstudio fragen, woher sie ihre Geräte beziehen. Bedenke aber, dass es große Preisunterschiede geben kann. Menschen mit kleinerem Budget können auch nach gebrauchter Ausrüstung auf Plattformen wie zum Beispiel Marktplaats schauen.
Du kannst natürlich auch einfach selbst etwas recherchieren, dann findest du von allein heraus, wo du deine Sachen kaufen kannst.
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