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Forschung

Studie: Triathlon erhöht Risiko für Herzerkrankungen

| · 4 Min. Lesezeit

Menschen, die regelmäßig an einem Triathlon teilnehmen, haben ein erhöhtes Risiko für die Bildung von Narbengewebe am Herzen. Männer jedenfalls.

Narbengewebe am Herzen

Männer, die Triathlons machen, haben ein höheres Risiko für die möglicherweise schädliche Erkrankung, bei der sich Narben (Fibrose) im Muskelgewebe des Herzens bilden (myofcardial fibroses). Das ist das Ergebnis einer Studie, die nächste Woche auf der jährlichen Tagung der Radiological Society of North America (RSNA) vorgestellt wird [1]. Dieses erhöhte Risiko, das bei Frauen nicht gesehen wurde, steht im Zusammenhang mit der Trainingsmenge.

Diese Narbenbildung findet häufig in den Herzkammern (Ventrikeln) statt. In schweren Fällen kann dies zu Herzversagen führen. Obwohl regelmäßige Bewegung gut für das Herz-Kreislauf-System ist, haben auch frühere Studien Fibrose im Herzen von Spitzensportlern gefunden.

Welche genauen Folgen dies haben kann, ist laut Lead Author der Studie, Jitka Starekova, M.D. vom UMC Hamburg-Eppendorf, noch unklar. "However, they might be a foundation for future heart failure and arrhythmia."

Dr. Starekova und Kollegen untersuchten eine Gruppe von 55 männlichen (durchschnittlich 44 Jahre) und 30 weiblichen Triathleten (durchschnittlich 43 Jahre). Das Herz der Athleten wurde mithilfe von MRT und dem Kontrastmittel Gadolinium betrachtet. Gadolinium wird sowohl von gesundem Gewebe als auch von Narbengewebe aufgenommen. In normalem Gewebe verschwindet es danach jedoch schneller als aus Narbengewebe, wodurch nach etwa 10 Minuten ein Kontrast zwischen beiden Geweben entsteht. Ein praktisches Mittel also, um mögliches Narbengewebe zu finden.

Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Triathleten

Fibrose wurde in der linken Herzkammer (verantwortlich für das Pumpen von sauerstoffreichem Blut in den Körper) bei 10 der 55 Männer gefunden. Bei den Frauen wurde dies jedoch in keinem einzigen Fall festgestellt.

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Die Athleten, bei denen das Narbengewebe im Herzen gefunden wurde, waren auch die Athleten, die signifikant größere Distanzen liefen, Rad fuhren und schwammen. Auch der (Spitzen-)systolische Blutdruck (oberer Wert) war in dieser Gruppe höher.

Die Frauen hatten bei maximaler Belastung einen niedrigeren oberen Blutdruck als die Männer. Außerdem zeigte ihre Sportgeschichte, dass Frauen häufiger an Rennen über kürzere Distanzen teilnahmen als Männer. Die Männer hatten in ihrem Leben signifikant häufiger an Iron Man (3,8 km Schwimmen, 42,2 km Laufen, 180 km Radfahren) und halbem Iron Man teilgenommen als die Frauen. Daraus schließen die Forschenden, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Trainingsniveau, Blutdruck und dem Risiko für Narbenbildung gibt.

Das kann laut Dr. Starekova mehrere Ursachen haben. Ein höherer oberer Blutdruck kann für eine größere Masse des Herzmuskelgewebes sorgen, während die hohe Belastung Entzündungen verursachen kann. Diese Umstände können in Kombination mit wiederholtem Stress der linken Herzkammer durch Belastung den Herzmuskel schädigen. Außerdem berücksichtigen die Forschenden, dass der Unterschied zwischen dem Risiko für Männer und Frauen möglicherweise auch durch andere Umstände verursacht wird als die jetzt nachgewiesenen, zum Beispiel durch den Unterschied in der Testosteronmenge.

Obwohl wir den genauen Mechanismus für die Entwicklung myokardialer Fibrose bei Triathleten nicht beweisen können, könnten ein erhöhter systolischer Blutdruck während des Trainings, die Menge und der Umfang der Renndistanzen sowie unbemerkte Myokarditis Kofaktoren bei der Entstehung der Erkrankung sein. Anders gesagt: Die Wiederholung jeder extremen sportlichen Aktivität ist möglicherweise nicht für jeden vorteilhaft.

Dass wiederholte "extreme" sportliche Aktivitäten vielleicht nicht für jeden gesund sind, wird nicht völlig überraschend klingen. Es ist jedoch hilfreich zu wissen, wie, wann und bei wem sich dies äußern kann. Die Forschenden wollen in langfristigen Folgestudien herausfinden, ob Athleten mit solcher Narbenbildung auch Herzerkrankungen wie Herzinfarkte hatten.

Referenzen

  1. rsna.org/news.aspx?id=23245

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