Studie: Mit HIIT wirst du schneller trainingssüchtig
HIIT sorgt im Gehirn für eine höhere Ausschüttung von Endorphinen. Dieser Stoff, der beim Training freigesetzt wird, hängt von der Trainingsintensität ab. Die höhere Ausschüttung dieses "Feel-good-Peptids" bei HIIT im Vergleich zu klassischem Cardio kann dafür sorgen, dass du motivierter bist, dein Training(sprogramm) durchzuhalten.
HIIT und Endorphine
Die Studie wurde von finnischen Forschenden am Turku PET Centre der University of Turku durchgeführt [1].
Die Forschenden nutzten positron emission tomography (PET). Dafür wurden den Teilnehmenden eine Flüssigkeit injiziert, die sich an Opioidrezeptoren im Gehirn bindet. Die Radioaktivität des Gehirns wurde mit dem PET-Scanner unter drei verschiedenen Bedingungen gemessen: nach 60 Minuten Cardio, nach einer HIIT-Einheit und nach Ruhe.
Während der Studie führte High Intensity Interval Training (HIIT) zu einer signifikant höheren Freisetzung von Endorphinen als eine traditionelle einstündige Cardioeinheit mit niedriger Intensität. Diese höhere Freisetzung von Endorphinen und anderen sogenannten Opioidpeptiden in den Hirnregionen, die Schmerz und Emotion kontrollieren, könnte für eine stärkere Entlastung von körperlichem und emotionalem Trainingsstress sorgen.
Trotzdem bedeutet das nicht unbedingt, dass du dich durch HIIT besser fühlst und dadurch motivierter bist als durch traditionelles Cardio mit niedriger Intensität. Die höhere Intensität bei HIIT scheint nämlich vor allem ein Ausgleich für die stärkeren negativen Gefühle zu sein, die durch das intensive Training verursacht werden. Die einstündige Cardioeinheit mit niedrigerer Intensität führte nicht zu demselben starken Endorphinanstieg, verursachte aber eine "vergleichbare Zunahme angenehmer Gefühle und Euphorie".
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Unsere Ergebnisse unterstreichen, dass die Trainingsintensität die Endorphinausschüttung beeinflusst und dass das Opioidsystem des Gehirns sowohl an positiven als auch an negativen Gefühlen beteiligt ist, die durch körperliche Bewegung mit unterschiedlicher Intensität entstehen."
Tiina Saanijoki, Turku PET Centre.
Endorphine, die beim Training freigesetzt werden, könnten ein wichtiger Mechanismus sein, um Motivation und damit das Durchhalten des Trainings zu unterstützen. Bei niedrigerer Intensität könnten die angenehmen Gefühle, die durch eine mögliche (geringere) Ausschüttung von Endorphinen folgen, dafür sorgen, dass du motivierter bist, weiter zu trainieren. Bei höherer Intensität scheint es vor allem ein Ausgleich für stärkere negative Gefühle und Schmerzen zu sein.
Referenzen
- Tiina Saanijoki, Lauri Tuominen, Jetro J Tuulari, Lauri Nummenmaa, Eveliina Arponen, Kari Kalliokoski, Jussi Hirvonen. Opioid Release after High-Intensity Interval Training in Healthy Human Subjects. Neuropsychopharmacology, 2017; DOI: 10.1038/npp.2017.148
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