Studie: Fischöl während der Schwangerschaft senkt Asthmarisiko des Kindes
Aus dänischer Forschung geht hervor, dass die Einnahme von Fischöl während der Schwangerschaft die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind Asthma bekommt, um ein Drittel senkt.
Fischöl während der Schwangerschaft
Forscher der Universität Kopenhagen teilten 736 schwangere Frauen in zwei Gruppen ein [1]. Sie gaben der einen Gruppe während des dritten Trimesters 2,4 Gramm Fischöl pro Tag. Das ist viel, wenn man bedenkt, dass die durchschnittliche Menge, die zum Beispiel Amerikaner über die Ernährung aufnehmen, 15- bis 20-mal kleiner ist. Die andere Gruppe erhielt ein Placebo.
Anschließend wurden die Kinder aus diesen Schwangerschaften beobachtet, um zu sehen, bei wie vielen von ihnen Asthma entstand. Im Alter von 3 Jahren hatten 16,9 Prozent der Kinder, deren Mütter Fischöl bekommen hatten, Asthma. Ein Unterschied von 31% gegenüber den Kindern, deren Mütter kein Fischöl bekommen hatten (23,7%). Der Unterschied war noch größer, 54%, bei Kindern von Müttern, die bereits vor der Einnahme von Fischöl niedrige Mengen EPA und DHA im Blut hatten. Die Omega-Fettsäuren EPA und DHA sind die Bestandteile von Fischöl.
Die Forscher veröffentlichten ihre Daten im New England Journal of Medicine. Frühere Studien hatten bereits auf einen Zusammenhang zwischen der Einnahme von Fischöl und einem geringeren Asthmarisiko hingewiesen. Die Fettsäuren in Fischöl sollen eine hemmende Wirkung auf Entzündungen der Lunge und Atemwege haben, die bei Asthma eine große Rolle spielen.
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"Smells fishy"
Dennoch warnen die Autoren, dass mehr Forschung nötig ist. Welche Dosierungen sind zum Beispiel wirksam, und wann während der Schwangerschaft beginnt man am besten mit der zusätzlichen Einnahme von Fischöl? Inwieweit kann man die Dosierung auf aktuelle EPA- und DHA-Spiegel abstimmen? Ganz abgesehen von der besten Form, in der man dies am besten aufnehmen könnte.
Außerdem ist der gezeigte Zusammenhang mit Asthma nur eine Eigenschaft von Fischöl. Letztes Jahr schrieb ich noch einen Artikel über eine Studie der Universität Maastricht zu Omega 3 während der Schwangerschaft. In dieser Studie wurden schwangere Frauen unter anderem auf die Menge an Omega-3-Fettsäuren in ihrem Blut untersucht (EPA, DHA, aber auch das pflanzliche ALA). Die Kinder von Frauen mit höheren Spiegeln zeigten in den folgenden Jahren schlechtere Cholesterinwerte. Diese Mütter hatten jedoch auch höhere Spiegel des pflanzlichen ALA (Alpha-Linolensäure). Damit ist unklar, inwieweit EPA und DHA einerseits und ALA andererseits für diesen Effekt verantwortlich waren.
Referenz
- nytimes.com/2016/12/28/health/fish-oil-asthma-pregnancy.html
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