Studie: "Beim Essen fernsehen macht dicker"
Aus einer neuen Studie geht hervor, dass Erwachsene, die während einer Mahlzeit fernsehen, ein höheres Risiko für Adipositas haben.
'Bing watching'
Das gibt dem Begriff 'bing watching' eine neue Bedeutung: dicker werden, weil du beim Essen am liebsten deine Lieblingsserie auf Netflix schaust.
Forschende der The Ohio State University machten drei Beobachtungen:
- Selbstgekochte Mahlzeiten senken das Risiko für Adipositas
- Essen vor dem Fernseher erhöht das Risiko für Adipositas
- Wie oft du gemeinsam mit der Familie isst, hat keinen Einfluss.
Sie veröffentlichten ihre Ergebnisse im Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics.
Wie oft du Familienmahlzeiten isst, ist vielleicht nicht das Wichtigste. Es könnte sein, dass wichtiger ist, was du während dieser Mahlzeiten machst.
Rachel Tumin, Ohio State University
Dass selbstgekochte Mahlzeiten eine gesündere Alternative bieten, ist nicht sehr überraschend. Der Effekt des Fernsehens ist jedoch interessant.
Sie nutzten Daten der Medicaid Assessment Survey, einer telefonischen Umfrage, aus der sie die Angaben von 12.842 Teilnehmenden verwendeten. Menschen, die mindestens einmal pro Woche gemeinsam mit der Familie aßen. Adipositas wurde als ein BMI höher als 30 definiert.
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Alles ordentliche Leute
Ein Drittel der Teilnehmenden sah während der gemeinsamen Mahlzeit meistens fern. 36% gaben an, dies nie zu tun.
Die Forschenden können keinen kausalen Zusammenhang zwischen Fernsehen beim Essen und dem Risiko für Adipositas nachweisen. Die Beziehung blieb jedoch stark, wenn sozioökonomischer Status, Alter, Ethnie, Familienstand und Bildungsniveau berücksichtigt wurden.
Die Forschenden bieten keine Erklärung für diese Beziehung.
Gemeinsames Essen hat keinen Einfluss auf das Gewicht
Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden gab an, an den meisten Tagen mit der Familie zu essen, 35% taten dies oft und 13% nur an einigen Tagen in der Woche.
Obwohl diese Häufigkeit keinen Effekt auf das Gewicht von Erwachsenen zu haben schien, weist frühere Forschung durchaus auf Vorteile für die Ernährung hin, die Kinder später essen.
Referenz
- Rachel Tumin, Sarah E. Anderson. Television, Home-Cooked Meals, and Family Meal Frequency: Associations with Adult Obesity. Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics, 2017; DOI: 10.1016/j.jand.2017.01.009
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