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Fitness

Das Nervensystem

| · 4 Min. Lesezeit

Das menschliche Bewegungssystem besteht aus dem Skelett, dem Muskelsystem und dem Nervensystem. Eine Kombination dieser drei sorgt dafür, dass Bewegung möglich ist. Diese drei Systeme sind also alle notwendig und müssen zusammenarbeiten, um Bewegung erzeugen zu können. Wenn beispielsweise durch eine Krankheit oder Verletzung ein System etwas schlechter funktioniert, wirkt sich das auf das Bewegungsmuster aus. In diesem Beitrag wird das zentrale Nervensystem des Menschen unter die Lupe genommen und erklärt, welche spezifischen Funktionen das zentrale Nervensystem beim Ausüben einer Sportart wie Fitness hat.

Funktionsweise des zentralen Nervensystems

Im Laufe des Tages nimmt der Körper viele Einflüsse aus der Umgebung auf. Du riechst bestimmte Gerüche, fühlst es, wenn dich jemand berührt, und nimmst wahr, wenn du in Bewegung bist. Viele dieser Handlungen, wie Gehen und Sprechen, tust du bewusst und kannst sie selbst steuern. Viele Muskelbewegungen geschehen jedoch, ohne dass du darüber nachdenken musst. Zum Glück musst du den Schlag deines Herzens nicht selbst steuern und auch nicht über jeden Atemzug nachdenken. All diese Empfindungen und Muskelbewegungen werden vom Nervensystem aufgenommen und kontrolliert.

Funktionen des Nervensystems

Das Nervensystem lässt sich in zwei strukturelle Einheiten unterteilen:

Das zentrale Nervensystem

  • Großhirn (Cerebrum)
  • Kleinhirn (Cerebellum),
  • Hirnstamm
  • Rückenmark.

Peripheres Nervensystem

  • Hirnnerven
  • Spinalnerven
  • Ganglien.

Zusammen haben das zentrale und das periphere Nervensystem drei Funktionen:

  • Informationen sammeln
  • Diese Informationen verarbeiten und bewerten
  • Auf die Informationen reagieren

Funktionelle Einteilungen des Nervensystems

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Um es noch etwas schwieriger zu machen, gibt es zwei funktionelle Einteilungen des Nervensystems:

Sensorisches Nervensystem

Es nimmt sensorische Informationen mithilfe von Rezeptoren auf und leitet die Informationen an das zentrale Nervensystem weiter. Zum sensorischen Nervensystem gehören alle Informationen, die durch Berührung, Schmerz, Spannung, Vibrationen, Temperatur und Propriozeption (die Positionierung deines Körpers) aufgenommen werden. Dazu gehören auch die speziellen Sinne wie Schmecken, Sehen, Hören, Gleichgewicht und Geruchssinn.

Wir erhalten auch sensorische Informationen, auf die wir keinen Einfluss nehmen können; sie stammen von unseren Organen. Denk etwa an die Dehnung deines Magens, wenn du viel gegessen hast. Du spürst dann, dass du satt bist, und auch das ist ein Signal, das du wahrnimmst.

Die andere funktionelle Einteilung des Nervensystems ist das motorische Nervensystem.

Motorisches Nervensystem

Das zentrale Nervensystem hat die sensorischen Informationen empfangen und verarbeitet und reagiert mit einer motorischen Antwort. Eine motorische Reaktion ist freiwillig, wenn wir zum Beispiel unsere Muskeln bewegen, um uns fortzubewegen. Darauf können wir selbst Einfluss nehmen, weil du selbst bestimmen kannst, ein bestimmtes Körperteil zu bewegen. Es gibt jedoch auch Muskeln und Drüsen in unserem Körper, über die wir keine Kontrolle haben. Das ist bei glatter Muskulatur, Herzmuskelgewebe und unseren Drüsen der Fall. Dies wird auch autonomes Nervensystem genannt.

Das autonome Nervensystem besteht aus dem sympathischen Nervensystem (fight or flight response) und dem parasympathischen Nervensystem (rest and digest). Das sympathische Nervensystem ist dafür da, uns auf eine Kampf-oder-Flucht-Reaktion vorzubereiten. Diese Reaktion ist in der heutigen Zeit etwas weniger wichtig, hat früher aber vielen Menschen beim Überleben geholfen, wenn sie zum Beispiel wilden Tieren gegenüberstanden. Einige physiologische Veränderungen, die während der Kampf-oder-Flucht-Reaktion stattfinden, sind:

  • Erhöhte Herzfrequenz
  • Die Atmung beschleunigt sich
  • Die Verdauung wird verlangsamt
  • Es werden Adrenalin und Cortisol gebildet
  • Die Muskeln spannen sich an
  • Es fließt mehr Blut in Arme und Beine

Das zentrale Nervensystem beim Fitness

Auch heute kann es noch zu einer Kampf-oder-Flucht-Reaktion kommen, zum Beispiel in beängstigenden Situationen oder beim Sport. Das Gegenteil kann ebenfalls passieren; das ist vor allem während der rest-and-digest-Phase der Fall. Dies ist Teil des parasympathischen Nervensystems. Der Körper wird dann darauf vorbereitet, zur Ruhe zu kommen und die Nahrung gut zu verdauen, damit die Nährstoffe, die der Körper benötigt, richtig verarbeitet werden können.

Das Nervensystem des Menschen ist ein großes und komplexes System. Es gibt sowohl eine funktionelle als auch eine strukturelle Beschreibung dieser Systeme, die zudem ineinander übergehen. Das Nervensystem ist das Kommunikationssystem des Körpers. Informationen werden von Rezeptoren aufgenommen und an das zentrale Nervensystem weitergeleitet. Anschließend werden diese Informationen verarbeitet und es wird zur Handlung übergegangen, zum Beispiel zur Ansteuerung eines Skelettmuskels. Die Verarbeitung dieser Informationen läuft sehr schnell ab; denk zum Beispiel daran, wie schnell du deine Hand wegziehen kannst, wenn du sie versehentlich verbrennst.

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