In den vergangenen zwei Wochen konnte ich den Urbanista Seattle Wireless ausprobieren. Um direkt mit der Tür ins Haus zu fallen: Ich bin Fan!
Inhaltsverzeichnis
Urbanista Seattle Wireless
Der Urbanista Seattle Wireless hätte kaum stärker vom Aftershokz Sportz Titanium abweichen können, über den ich zuvor geschrieben habe.
Der Seattle Wireless ist ein Bluetooth-Kopfhörer aus der Klasse der DJ-Headsets. Das bedeutet, dass du wieder ein Paar Ohrwärmer auf dem Kopf hast. Vor allem nicht schlimm, wenn sie ein schönes Design haben wie der Seattle Wireless von Urbanista.
Schon beim Auspacken hast du direkt das Gefühl, ein Stück Qualität in der Hand zu halten. Sowohl die Verpackung als auch das Design des Kopfhörers strahlen das aus. In der Box liegt auch noch ein Kabel, um den Urbanista nutzen zu können, wenn der Akku leer ist.
Klangqualität
Der Aftershokz Sportz, den ich gestern beschrieben habe, sorgt dafür, dass du deine Umgebung weiter hören kannst. Ich selbst möchte mich jedoch in der Musik verlieren können, die ich höre. Auch weil ich hauptsächlich zu Hause arbeite und keine Rücksicht auf Kollegen nehmen muss. Als Fitnessfan möchte ich die im Fitnessstudio gespielte Musik ausblenden können.
Gute Musik in guter Qualität ist wie ein warmes Bad. Den Urbanista Seattle Wireless aufzusetzen fühlt sich an, als würdest du die Zehen ins Wasser gleiten lassen. Sobald du ihn aufsetzt, merkst du bereits, dass Umgebungsgeräusche deutlich gedämpft werden. Wenn du dann die Musik startest, ist es, als würdest du weiter ins Bad sinken und auf der Musik davontreiben.
OK, vielleicht etwas übertrieben poetisch beschrieben, aber wie gesagt: Ich bin Fan. Ein guter Klang mit herrlichem Bass. Auch bei höheren Lautstärken keine Verzerrung.
Gym proof?
Ich hatte also besonders viel Lust, ins Fitnessstudio zu gehen und den Urbanista dort auszuprobieren. Vorgestern war nicht das erste Mal, dass ich mich über die Musik im Fitnessstudio beschwert habe. Der Urbanista schirmt das herrlich ab. Dadurch musste die Lautstärke auch weniger hoch sein, um die Musik im Gym zu übertönen, als bei anderen Kopfhörern, die ich im Fitnessstudio getragen habe.
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Zu Hause hatte ich meine Gym-Playlist auf Spotify schon aktualisiert. Als ersten Song, um den Urbanista Seattle Wireless im Fitnessstudio auszuprobieren, wählte ich “Front to back” von Buku. Ein Dubstep-Track, bei dem der Beat quälend langsam aufgebaut wird.
Aber wenn dieser Beat erst einmal droppt, willst du Barbells zerbrechen.
Der Urbanista wurde nicht speziell für den Sport entwickelt. Trotzdem machte er im Fitnessstudio eine gute Figur. Dass er kabellos genutzt werden kann, ist natürlich praktisch. Bei wilderen Bewegungen rutscht er schneller ab als zum Beispiel der Aftershokz Sportz Titanium, den ich gestern beschrieben habe. Mein Trainingsregime ist allerdings nicht so wild. Der Bankdrück-Test ist für mich immer wichtig. Bleibt der Kopfhörer auf meinem Kopf, wenn ich waagerecht liege? Immer eine Herausforderung für DJ-Headsets. Der Urbanista schaffte es gerade so.
Ich hatte allerdings den Vorteil, den Urbanista Seattle Wireless im Winter zu testen. Beim Beintraining bekam ich dennoch etwas Probleme mit dem üblichen “Schweiß-und-Rutsch-Problem” eines DJ-Headsets. Wie üblich löste ich das, indem ich den Urbanista Seattle Wireless oben auf meiner Kapuze trug. Falls du also jemand bist, der sich über Gymthugs ärgert, die im Fitnessstudio einen Hoodie tragen, dann weißt du jetzt, dass es dafür einen praktischen Grund geben kann. Ich selbst trage auch mitten im Sommer einen Hoodie, aber bei hohen Temperaturen wird das nicht für jeden eine Option sein.
Komfort
Der Urbanista sitzt bequem. Bei einem DJ-Headset ist es immer eine Suche nach der richtigen Balance. Wenn es viel Klemmkraft hat, rutscht es weniger schnell ab, schirmt besser ab, fühlt sich aber auch eher unangenehm auf den Ohren an.
Nach längerem Tragen spürte ich etwas Irritation hinter den Ohren, aber das lag vor allem daran, dass ich Brillenträger bin und das Brillengestell zwischen Ohr und Kopf eingeklemmt wird. Nach ein paar Tagen Tragen hatte ich damit aber schon weniger Probleme.
Swipen
Navigieren funktioniert durch Swipen. Wenn du rechts über “das Ohr” swipst, kannst du zwischen Songs skippen, pausieren und abspielen, Siri aktivieren, die Lautstärke anpassen und Anrufe annehmen. Hätte ich diese Review zwei Tage früher veröffentlicht, hätte ich das als negativ empfunden. Bis gestern ging die Navigation nämlich in den meisten Fällen schief. Pausieren statt skippen, Siri statt lauter stellen usw. Gestern fand ich jedoch heraus, dass man nicht mit der Fingerspitze, sondern mit dem ganzen Finger swipen muss.
Seitdem läuft es prima.
Preis
Der Urbanista Seattle Wireless wird aktuell für 99 Euro verkauft.
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